Shisha-Rauchen: Warum die Wasserpfeife nicht ungefährlicher als Zigaretten ist

frau raucht shisha

Einmal Shisha-Rauchen, das kann doch nicht so schädlich sein wie das Rauchen von Zigaretten, oder? Falsch gedacht! Die beliebte Freizeitbeschäftigung birgt viele Gesundheitsrisiken, auch wenn das oft nicht bewusst ist. Wir klären auf, warum das Shisha-Rauchen keineswegs ungefährlicher als das Rauchen von Zigaretten ist.

Giftige Stoffe beim Tabak-Rauchen

Beim Verbrennen von Tabak entstehen giftige Stoffe, die Krebs erzeugen und in die Lunge gelangen. Das gilt für Tabakrauch aus Zigaretten genauso wie für den Rauch aus der Shisha. Die Annahme, dass das Wasser in der Shisha die Schadstoffe herausfiltert und somit den Rauch ungefährlicher macht, ist falsch.

Filterung durch Wasser

Wasserpfeifen haben keinen Filter, das Wasser kühlt lediglich den Rauch ab, damit er nicht so stark im Hals kratzt. Einige Substanzen können sich zwar auflösen, aber das macht den Rauch keineswegs ungefährlicher. Im Gegenteil: Der Rauch wird tiefer inhaliert und kann für die Lunge sogar schädlicher sein als der Rauch von Zigaretten.

Gesundheitsrisiken

Das Shisha-Rauchen birgt viele Gesundheitsrisiken. Es erhöht das Risiko für Herzinfarkte und Erkrankungen im Herz-Kreislauf-System. In einer Shisha-Session nimmt man so viel Nikotin auf wie mit 10 Zigaretten. Auch tabakfreie Wasserpfeifen sind gefährlich und können zu Kohlenmonoxid-Vergiftungen führen.

Teer im Shisha-Tabak

Eine weitere falsche Annahme ist, dass Shisha-Tabak gesünder sei als normaler Tabak, weil er keinen Teer enthält. Tatsächlich entsteht Teer erst beim Erhitzen von Tabak, ob bei Zigaretten oder Shishas.

Abhängigkeit durch Nikotin

Nikotin macht abhängig und ist in Zigaretten und Shishas enthalten. Beim Shisha-Rauchen nimmt man besonders viel Nikotin auf, wodurch das Risiko, süchtig zu werden, noch höher ist.

Risiko für Nicht-Raucher

Beim Shisha-Rauchen werden Gifte in die Luft abgegeben, die auch für Nicht-Raucher ein Risiko darstellen können. Die Belastung mit Feinstaub ist noch nicht genau erforscht, aber es ist bekannt, dass die Partikel auch für Nicht-Raucher schädlich sein können.

Shisha und Corona

Das gemeinschaftliche Rauchen bei einer Shisha-Session birgt auch in Bezug auf Infektionskrankheiten Risiken. Krankheitserreger können sich über Speichelreste verbreiten, darunter auch Coronaviren.

Fazit

Shisha-Rauchen ist keineswegs ungefährlicher als das Rauchen von Zigaretten. Es birgt viele Gesundheitsrisiken, auch für Nicht-Raucher und in Bezug auf Infektionskrankheiten. Es ist wichtig, über die Gefahren aufzuklären und sich bewusst zu machen, dass auch das gemeinsame Rauchen bei einer Shisha-Session das Risiko für Infektionskrankheiten erhöht. Um gesundheitliche Schäden zu vermeiden, sollten Shisha-Raucher auf das Rauchen verzichten oder zumindest den Konsum reduzieren. Auch Rauchverbote in Shisha-Bars können dazu beitragen, dass die Belastung mit Schadstoffen in der Luft reduziert wird. Jeder sollte sich bewusst machen, dass das Shisha-Rauchen nicht nur für die eigene Gesundheit, sondern auch für die Gesundheit anderer eine Gefahr darstellen kann.